Wer sind wir?

Burma Aktion

Die BURMA AKTION wurde 2007 gegründet und ist ein unabhängiger gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschen in Burma auf ihrem Weg zu einer echten Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung zu unterstützen. Wir sind unabhängig von anderen Organisationen, politischen Ausrichtungen und horizontal strukturiert. Wir sind antikapitalistisch organisiert und sehen die Investitionen internationaler Firmen in Burma als extrem gefährlich an, da sie die Bevölkerung in eine neue Diktatur des Kapitals stürzen werden. Wir pflegen die Kultur der Basisdemokratie und bringen diese freiheitlichen Gedanken und Praktiken auch bei unseren Freunden und Kontakten in Burma ein.

Wir benutzen weiterhin den Begriff Burma für das Land, welches auch als Myanmar oder Birma bekannt ist. Früher war der Gebrauch des Wortes Burma ein Zeichen für eine oppositionelle Geisteshaltung, jedoch ist die derzeitige offizielle Länderbezeichnung, bei der der Begriff Myanmar verwendet wird, ein rassistischer Ausdruck, der alle ethnischen Volksgruppen ausgrenzt. Wir sprechen uns klar und deutlich gegen den Rassismus in Burma aus und die in dem Wort Myanmar implizierten rassistischen Haltungen.

Auch wenn sich seit 2010 diverse Veränderungen eingestellt haben, ist die Situation für viele Menschen und vor allem für die ethnischen Minderheiten unverändert. Ein tief verwurzelter Rassismus und die Folgen von jahrzehntelanger Propaganda einer rassistisch motivierten Diktatur haben tiefe Wunden und Gräben in die Gesellschaft gepflügt. Bevor diese Gräben und Wunden nicht überwunden und geheilt sind, kann es keine echte Demokratie in Burma geben.

Wir sitzen im Herzen des Ruhrgebiets und arbeiten mit den Burma Gruppen in der ganzen Welt eng zusammen. Unsere Mitglieder haben das Land mehrfach bereist und wir verfügen über ein gutes Netzwerk an Kontakten in Burma selbst und im Exil. Wir sind eine bunte Mischung aus kundigen Experten, Journalisten und Aktivisten, die sich lange Jahre mit dem Land auseinandergesetzt haben und es oft bereist haben. Hier sind wir vor allem bei den ethnischen Minderheiten gewesen und haben uns mit ihren Problemen, Nöten und Zielen beschäftigt. Wir vertreten den Willen des burmesischen Volkes und die Ideen der politischen Gruppen, die sich für einen wirklichen Frieden, Demokratie und Selbstbestimmung in Burma einsetzen. Wir zwingen den Gruppen nicht unsere Idee einer Demokratie auf, sondern lassen ihnen den Freiraum sich selbst zu entwickeln und eine eigene Form der Demokratie zu entwickeln.

Politische Arbeit
Die BURMA AKTION setzt sich für die politische Arbeit der im Exil lebenden Burmesen ein und unterstützt sie hierbei aktiv. Wir schreiben Petitionen, Pressemitteilungen und sprechen mit der deutschen Regierung und Politikern, damit diese sich stärker für die Menschen in Burma einsetzen.

Kommunikation
Die BURMA AKTION leistet Öffentlichkeitsarbeit, um die Situation der Menschen in Burma einer breiten deutschen Öffentlichkeit nahe zu bringen. Gerade vor den Aufständen im September 2007 wurde in der deutschen Presse gar nicht oder oft sehr einseitig über Burma berichtet und vor allem bloß die einmalige Kultur hervor gehoben. In vielen deutschen Publikationen wird zum Teil vehement der ethnische Konflikt und die Auswirkungen einer der brutalsten Militärdiktaturen in der Welt verschwiegen. Nach den angeblichen Reformen seit 2010 hat sich diese Lage eher verschlimmert und viele Berichte und Analysen zeigen ein großes Unwissen über die Geschichte Burmas oder pflegen einen unangebrachten Optimismus. Diesem wollen wir mit unserer Gegenöffentlichkeit Abhilfe schaffen, was in den Mainstream-Medien keinen Platz findet oder nur schlecht recherchiert wird.