Erneute Angriffe gegen Muslime

Am Samstag kam es zu erneuten Angriffen auf die muslimische Bevölkerung in der Nähe der Stadt Htan Gone in der Sagaing Division, berichten das Irrawaddy Magazin und der österreichische Standard. Der Standard bezeichnet die Ausschreitungen jedoch fälschlicherweise als religiös motiviert, doch es handelt sich hier um eindeutig rassistisch-nationalistische Motivationen, die durch Ne Win 1974 bestärkt wurden.

Ein Mob mit geschätzten 1.000 Menschen griff Häuser und Geschäfte von Muslimen an, da es Gerüchte gab, ein Moslem habe versucht eine junge Frau zu vergewaltigen. Die Betonung liegt hier vor allem auf Gerücht. Aber Vorverurteilungen gegen Rohingya sind in Burma mittlerweile mehr als nur üblich.

Daneben wurden in den letzten Tagen ca. 6.000 Flüchtlinge, die von den gewaltsamen Mobs aus ihren Häusern vertrieben wurden in Flüchtlingssiedlungen in der Nähe von Sittwe umgesiedelt.

Bei den seit letzten Jahr andauernden starben laut Angaben des Irrawaddy Magazines 250 Menschen und mehr als 140.000 Menschen sind auf der Flucht. Die Regierung tut nichts gegen diese Verfolgung, Sicherheitskräfte stehen teilnahmslos neben den marodierenden Banden und die Regierung feiert die Stimmung noch an, indem sie den Rohingya nur zwei Kinder zu zeugen erlaubt.

Der Artikel des Standard ist hier zu lesen:
http://derstandard.at/1376534615759/Burma-Buddhisten-attackieren-Dorf-der-muslimischen-Rohingya

und hier der Artikel in englisch im Irrawaddy:
http://www.irrawaddy.org/archives/42777

Wir verurteilen die Verfolgung und die Angriffe gegen die muslimische Bevölkerung auf das Schärfste und fordern sowohl die burmesische Regierung als auch EU und die Bundesregierung auf, hier endlich stärker tätig zu werden.

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Über Burma Aktion

Die BURMA AKTION ist ein 2007 gegründeter unabhängiger gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Menschen in Burma humanitär zu helfen und sie bei ihrem Kampf für Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung zu unterstützen. Wir sitzen im Herzen des Ruhrgebiets und arbeiten in einem Netzwerk mit den Burma Gruppen in Deutschland und in der ganzen Welt eng zusammen.
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