Burma in den Händen der Großkonzerne

Wie bereits zuvor zu erwarten, überrennen nun internationale Großfirmen das Land, um sich den Reichtum des Landes zu sichern. Diverse Parlamente und Regierungen haben die derzeitige Regierung Burmas anerkannt und somit einen Freifahrtsschein für wirtschaftliche Investitionen ausgestellt. Der deutsche Aussenminister Westerwelle war (wie auch zu erwarten war) einer der ersten Diplomaten, die nach Burma reisten, um sich dieses sahnige Stück Torte zu sichern.

Die Menschen in Burma werden vermutlich kaum etwas von dem neuen wirtschaftlichen Interesse mitbekommen und wohl als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Wie in anderen Ländern auch. Hinzu kommt, daß sich die finanzstarken Konzerne die Rechte an Bodenschätzen und Rohstoffen sichern werden, da das burmesische Volk zu arm dafür ist. Dadurch werden die Menschen ihrer Lebensgrundlage entzogen, die sich die gierigen Großkonzerne unter den Nagel reißen. Da nun die neoliberale Welt in Burma einmarschieren wird, wird es wohl zu neuen Katastrophen kommen, wobei das allgemeine Volk kaum eine Verbesserung der Lebenssituation zu erwarten hat. Zudem wird nun die Umwelt in einem großen Masse zerstört werden, was zuvor durch die mangelnden finanziellen Mittel im Land selbst verwehrt wurde.

Diese neue Entwicklung mit dem erstarkten wirtschaftlichen Interesse an Burma war zu erwarten, doch birgt sie große Gefahren für das Land. Interessanterweise überrennen nun diese „neo-kolonialen“ (neo-liberalen) Ausländer das Land, vor denen sich die damalige Militärjunta so gefürchtet hatte.

Weiterhin darf nicht vergessen werden, daß es momentan immer noch zu Menschenrechtsverletzungen kommt und der Frieden der ethnischen Völker als eher unsicher zu bezeichnen ist.

Der Spiegel berichtet in einem aktuellen Artikel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/boom-in-burma-die-wirtschaft-in-myanmar-floriert-a-851881.html

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Über Burma Aktion

Die BURMA AKTION ist ein 2007 gegründeter unabhängiger gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Menschen in Burma humanitär zu helfen und sie bei ihrem Kampf für Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung zu unterstützen.
Wir sitzen im Herzen des Ruhrgebiets und arbeiten in einem Netzwerk mit den Burma Gruppen in Deutschland und in der ganzen Welt eng zusammen.

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